© Gießkanne wässert Blumen im Sommer

Der Garten als Wertfaktor: Was beim Immobilienverkauf wirklich zählt

Melanie Weßels

Von

Melanie Weßels

Immobilienassistentin

Sommer bedeutet Hochsaison im Garten. Für Eigentümer, die einen Verkauf erwägen, ist es auch der Moment, in dem der Außenbereich am meisten für sich sprechen kann. Doch nicht jede Investition in den Garten zahlt sich beim Verkauf tatsächlich aus. Manches, was für das eigene Wohlfühlen wichtig ist, lässt Käufer eher zurückschrecken und manches, was unspektakulär wirkt, macht beim Verkauf den entscheidenden Unterschied.

Pflegeleicht schlägt aufwendig

Ein häufiger Irrtum: Je liebevoller und aufwendiger ein Garten gestaltet ist, desto wertvoller erscheint er Käufern. In der Praxis ist oft das Gegenteil der Fall. Ein verschachtelter Garten mit vielen Beeten, seltenen Pflanzen und hohem Pflegeaufwand wirkt auf viele Interessenten eher abschreckend – sie sehen nicht die Schönheit, sondern die künftige Arbeit.

Was bei Besichtigungen tatsächlich gut ankommt, sind klare, übersichtliche Strukturen: gepflegter Rasen, klar abgegrenzte Beete, robuste Bepflanzung. Käufer wollen sich vorstellen können, den Garten mit überschaubarem Aufwand zu übernehmen – nicht ein bestehendes Gestaltungskonzept fortführen oder erst zurückbauen zu müssen.

Die richtige Pflanze am richtigen Platz

Ein gepflegter, gesunder Garten entsteht vor allem dann, wenn die Bepflanzung zu den jeweiligen Standortbedingungen passt – Sonne, Schatten, Windverhältnisse und Bodenbeschaffenheit können selbst innerhalb eines Grundstücks stark variieren. Wer diese Gegebenheiten bei der Auswahl berücksichtigt, hat deutlich weniger Pflegeaufwand und ein stimmigeres Gesamtbild – ein windgeschützter, sonniger Platz erlaubt mitunter sogar ungewöhnlichere Pflanzen, während schattige oder zugige Bereiche robustere Arten brauchen.

Das Grundstück ist mehr als der Garten

Beim Wert einer Immobilie spielt nicht nur die optische Gestaltung eine Rolle, sondern auch das Grundstück selbst: seine Größe, sein Zuschnitt und sein Potenzial. Ein großzügiges Grundstück mit Möglichkeiten zur späteren Erweiterung, einem Nebengebäude oder einer zusätzlichen Bebauung kann den Wert einer Immobilie deutlich stärker beeinflussen als die aktuelle Gartengestaltung.

Folgende Aspekte sind dabei für Käufer und Gutachter relevant:

  • Größe und Zuschnitt des Grundstücks im Vergleich zur bebauten Fläche
  • Bebauungsmöglichkeiten laut Bebauungsplan, etwa für einen Anbau oder eine Garage
  • Erschließungszustand und Zugänglichkeit, etwa bei Eckgrundstücken oder Hinterland
  • Mögliche Teilbarkeit des Grundstücks, die in manchen Lagen zusätzlichen Wert schafft

Wer diese Faktoren bei der Wertermittlung bedenkt, erkennt häufig Potenzial, das auf den ersten Blick gar nicht sichtbar ist, sich jedoch im Verkaufspreis niederschlagen kann.

Der Sommer als Vermarktungschance

Unabhängig vom Gestaltungskonzept gilt: Ein Garten zeigt sich im Sommer von seiner besten Seite. Exposé-Fotos, die jetzt entstehen, wirken lebendiger und einladender als Aufnahmen aus der kahlen Jahreszeit. Wer eine Immobilie mit Garten im Herbst oder Winter vermarktet, verzichtet häufig unbewusst auf eines der stärksten Verkaufsargumente.

Deshalb lohnt es sich, die Vermarktung zeitlich klug zu planen: Fotos und Besichtigungen im Sommer, wenn der Garten in voller Pracht steht – auch wenn der eigentliche Verkaufsabschluss erst im Herbst erfolgt. Diese Vorlaufzeit nutzen wir, um Ihre Immobilie optimal zu präsentieren.

Gemeinsam den Wert Ihres Gartens und Grundstücks einschätzen

Ob Pflegeleichtigkeit, Klimatauglichkeit oder Bebauungspotenzial – als regionaler Ansprechpartner kennen wir die Besonderheiten zwischen Jade und Weser genau. Gerne schauen wir uns gemeinsam mit Ihnen an, welche Faktoren bei Ihrer Immobilie den Wert beeinflussen und wie Sie Garten und Grundstück optimal in Szene setzen.

Vertrauen ist der beste Baustein – und die Grundlage, auf der wir Menschen und Immobilien erfolgreich zusammenbringen. Sprechen Sie uns an.